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Die Spuren der Ureinwohner Lateinamerikas: Vidal Bedoya, der zur Ausstellungseröffnung eigens aus Lima angereist ist, vor einem seiner großformatigen Bilder in der Galerie Arauco.
Die Spuren der Ureinwohner Lateinamerikas: Vidal Bedoya, der zur Ausstellungseröffnung eigens aus Lima angereist ist, vor einem seiner großformatigen Bilder in der Galerie Arauco.
Foto: Steffen Radlmaier
Foto: Steffen Radlmaier

Vom Mythos zur Moderne

Der peruanische Künstler Vidal Bedoya stellt in der Galerie Arauco aus

Vom Mythos zur Moderne

Der peruanische Künstler Vidal Bedoya stellt in der Galerie Arauco aus      

       Der Künstler Vidal Bedoya aus Peru zeigt seine farbenprächtigen Bilder zum ersten Mal in Deutschland: In der Galerie Arauco am Trödelmarkt ist seine Ausstellung unter dem Motto „Ursprung des Mythos“ zu sehen.

       Kunst aus Lateinamerika ist die Spezialität des Galeristen Alejandro Franco, der selbst aus Chile stammt. Der Kontakt zu Vidal Bedoya kam über eine weitläufig Verwandte von Vidal Bedoya zustande, die in Nürnberg wohnt.

      Der Künstler, der schon von Galerien in den USA, in Italien und Belgien vertreten wird, verspricht sich einiges von seiner Deutschland-Premiere. Nürnberg war ihm schon als Stadt von Albrecht Dürer und des Internationalen Militärtribunals ein Begriff. Ihm gefällt hier die sichtbare Verbindung von Mittelalter und Moderne.

      Die Spuren der Geschichte spielen auch in seinen Bildern eine wichtige Rolle: In diesem Fall ist es die präkoloniale Kulturgeschichte Perus, die auf eine zeitgenössische Perspektive trifft – und beim Betrachter vielfältige Assoziationen weckt.

      Bedoya, der 1964 in Lima geboren wurde, studierte an der dortigen Kunsthochschule die alten Meister.Mit abstrakter Malerei konnte er zunächst gar nichts anfangen. Das änderte sich nach dem Besuch einer Ausstellung des bekannten peruanischen Künstlers Antonio Maró. „Ich hätte nie gedacht, dass abstrakte Kunst emotional so sehr bewegen kann“, sagt Bedoya.

 

Formen und Farben

      Außerdem begann er sich für die Bildsprache der indigen Ureinwohner Perus zu interessieren. Seitdem spielt er gekonnt mit Formen und Farben, verbindet Figuratives, Ornamentales und Abstraktes zu einer eigenen, expressiven Bildsprache. Faszinierende Bruchstücke und Spurenelemente eines geheimnisvollen Mythos, dessen Bedeutung heutige Zeitgenossen vergessen haben.

      Die Reminiszenzen an die indigenen Hochkulturen Perus tauchen in Form von Symbolen in den Gemälden auf: Zum Beispiel Koka-Blätter, Tiere und Teufelchen, die hier die Rolle von Kobolden oder Possenreißern spielen. Und immer wieder kann man auf den Bildern Augen entdecken, für Bedoya Symbole des Göttlichen.

      In Peru hat der Künstler mit seinen meist großformatigen Gemälden, auf denen er Öl und Acryl, Wachs und Holzkohle kombiniert, großen Erfolg.Die kunstvolle Fusion von Mythologie und Moderne kommt an. Mitunter fühlt man sich mysteriöse Höhlenmalereien erinnert.

      Im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte hat sich laut Vidal Bedoya in Peru ein funktionierender Kunstmarkt entwickelt: Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs gibt es in Lima neuerdings eine lebendige Galerieszene und ein kaufkräftiges Publikum, das sich zunehmend für zeitgenössische Kunst interessiert.

      Ein Novum in Peru. Und ein Segen für freie Künstler wie Bedoya, die ausschließlich von ihrer Kunst leben.

 

STEFFEN RADLMAIER

 

Die Ausstellung von Vidal Bedoya „Ursprung des Mythos“ ist bis zum 23. Februar in der Galerie Arauco, Trödelmarkt 13, zu sehen.

 

Die Spuren der Ureinwohner Lateinamerikas: Vidal Bedoya, der zur  Ausstellungseröffnung eigens aus Lima angereist ist, vor einem seiner großformatigen Bilder in der Galerie Arauco.

Foto: Steffen Radlmaier

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Steffen Radlmaier
Nürnberger Nachrichten
Dienstag, 8. Dezemberer 2018

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