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Der Nussknacker

Ballett Der Nussknacker

Ballett von Goyo Montero - Musik von Peter Tschaikowski

Datum
25.02.2012 - 19:30
Ort
Opernhaus
Richard-Wagner-Platz 2-10
90443 Nürnberg
Internet
http://www.staatstheater-nuernberg.de
Telefon
0911 - 231 38 08
Eintritt
50.50 | 44.30 | 36.30 | 25.30 | 20.10 | 15.20 | 12.50 | 9.00

• Musikalische Leitung: Philipp Pointner

• Choreographie und Inszenierung: Goyo Montero

• Bühne: Verena Hemmerlein, Goyo Montero

• Kostüme: Angelo Alberto, Goyo Montero

• Lichtdesign: Olaf Lundt, Goyo Montero 

Heute zählt das Ballett „Der Nussknacker“, 1892 in St. Petersburg uraufgeführt, neben „Dornröschen“ und „Schwanensee“ zu den unbestrittenen Klassikern des Repertoires. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Peter Tschaikowski ursprünglich keine große Lust darauf hatte, die damals in Russland ausgesprochen populäre Geschichte zu vertonen. Die Vorlage für das Ballett stammte von E.T.A. Hoffmann und erschien 1816 unter dem Titel „Nussknacker und Mausekönig“. Die düstere und geheimnisvolle Geschichte war allerdings eher etwas für Erwachsene, bis Alexandre Dumas der Ältere sie kindgerecht umarbeitete – und ihr so zu ihrem Siegeszug als romantisch-weihnachtliches Märchen, das die glückhafte Welt des Kindseins gegen die düsteren Mächte der Erwachsenenwelt verteidigt, zu verhelfen.

Während Peter Tschaikowski seine berühmte Musik zu dem Libretto von Marius Petipa komponierte, war es der russische Choreograph Lew Iwanow, der die Uraufführungschoreographie erarbeitete. Ein weltweiter Erfolg wurde „Der Nussknacker“ vor allem durch die anglo-amerikanische Aufführungstradition seit den 1940er Jahren. Bevorzugt zeigte man das Ballett zur Vorweihnachtszeit in einer verkürzten Form, die die letzten Rudimente düsterer Ambivalenz und nächtlichen Schreckens zu Gunsten eines „romantisierten“ Familienidylls und Claras Reise mit dem Nussknacker in das Reich der Süßigkeiten herausstrich.

Goyo Montero nähert sich der Geschichte von seiner Quelle her, der Erzählung E.T.A. Hoffmanns, die er eher als „gothic novel“ denn als Märchen versteht. In seiner Lesart folgen wir Clara wie einst Alice in ein unbekanntes und voller Überraschungen steckendes Wunderland. Vorher aber muss Clara sich bewähren, muss sich dem geheimnisvollen Drosselmeyer anvertrauen und hinabsteigen in das Land der Träume, in dem Licht und Schatten ihre unerbittlichen Kämpfe ausfechten. 

Es spielt die Staatsphilharmonie Nürnberg.

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