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Pablo Lira Olmo vor seinem Lieblingsbild „Erinnerungen an unsere Zukunft“.
Pablo Lira Olmo vor seinem Lieblingsbild „Erinnerungen an unsere Zukunft“.

Nicht alles, was da ist, sieht man auch

Der Chilene Pablo Lira Olmo stellt seine „Parallelwelten“ in der Galerie Arauco aus — Künstler mit Tiefgang - 22.05.12

Neue Bilder des in Nürnberg lebenden chilenischen Künstlers Pablo Lira Olmo sind derzeit in der Galerie Arauco am Trödelmarkt zu sehen. Er selbst und seine Malerei haben sich weiterentwickelt, findet der Künstler.

Pablo Lira Olmo ist 48 Jahre alt, kommt aus Santiago de Chile und ist frisch verliebt. „Meine Freundin sagt, ich bin ein bisschen Ommm“, erzählt er und grinst. Damit stichelt die Spanierin an seiner buddhistischen Gelassenheit und an seiner Nachdenklichkeit herum. Diese Wesenszüge sind dem Künstler auch anzumerken.

Vorschnelle Antworten gibt es bei ihm nicht, seine Worte wählt er sorgfältig. Spricht er über seine Bilder, tut sich ein weiter Horizont auf — der sich dem Betrachter aber nicht zwingend von alleine erschließt.

Abstrahierte Landschaften

In kräftigen, matten Farben leuchten seine Gemälde. Linien, sichelartige Gebilde, Runen und Spiralen finden sich in manchen seiner Bilder. Landschaften sind es, die er malt. Allerdings so sehr abstrahiert, dass sie kaum noch als solche zu erkennen sind.

„En Paralelo“, Parallelwelten, hat der Maler seine Ausstellung genannt. Denn: „Es passieren so viele Sachen parallel“, erzählt der Künstler, der unter anderem an der Nürnberger Kunstakademie studiert hat. Wenn Lira schlechte Laune hat, runter auf die Straße geht und ein Baby ihn anlacht, bessert das seine Stimmung — ein Beispiel im Kleinen dafür, wie verschiedene Handlungsstränge nebeneinander laufen, sich kreuzen und dann wieder ihren eigenen Weg gehen. Und genauso laufe es im großen, endlosen Universum: Die Sonne, die Erde, die Planeten und Sterne stehen miteinander in Verbindung und sind doch allein. Ganz wie bei seinen Bildern: „Jedes Element funktioniert für sich allein, im Zusammenhang mit anderen übt es aber einen Einfluss auf sie aus.“ Wenn der Künstler zu malen beginnt, ist das Werk vor seinem inneren Auge noch längst nicht fertig. Er malt etwa einen Hintergrund und darüber so viele weitere Farbschichten, dass dieser schlussendlich gar nicht mehr zu erkennen ist.

„Aber er ist noch immer da“, sagt Lira fasziniert. Seine Bilder seien inzwischen viel heller. Vielleicht liegt das an seiner neuen Liebschaft, sagt er und zwinkert.

Einige Arbeiten sind namenlos geblieben. „Ich mag es lieber, wenn der Betrachter eigene Interpretationen hat“, erklärt der Chilene. Seine Idealvorstellung sieht so aus: Eines Morgens wacht der Mensch, der eines seiner Bilder gekauft hat, auf, tappt noch im Pyjama ins Wohnzimmer, wo das Bild hängt. Er sieht es an, plötzlich wird ihm klar: „Das bedeutet ja etwas ganz anderes, als ich immer dachte.“

Das Thema bleibt

Im Gegensatz zu früher kann Lira heute bes- ser über seine Bilder sprechen, findet er. „Ich kann meine Gedanken leichter in Ordnung bringen. Doch das Thema war immer dasselbe: Landschaft.

„Das ist übrigens auch eine Landschaft“, sagt er plötzlich und deutet auf einen der Pflastersteine, die ihm vor der Galerie direkt zu Füßen liegen. Er nippt an seinem Espresso, der dritte, den er in einer Stunde bestellt hat, und versinkt für einen kurzen Moment in seinen Gedanken.

 

Arauco, Trödelmarkt 13: Nicht alles, was da ist, sieht man auch. Bis 14. Juli, Mo.–Mi. 11–13 und 14–18, Do.-Fr. bis 19, Sa. 11–16 Uhr.

Nürnberger Nachrichten - Kultur und Freizeit

HANNI KINADETER
Nürnberger Nachrichten
Dienstag, 22. Mai 2012

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